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Acht Bezeichnungen für einen kontinuierlichen Zyklus

PhaseWas der Name bedeutetTypische Beobachtungszeit
NeumondDie beleuchtete Seite zeigt fast ganz von der Erde wegMeist in Sonnennähe verloren
Zunehmende SichelBeleuchteter Teil wächst, weniger als die HälfteFrüher Abend
Erstes ViertelEtwa die Hälfte der sichtbaren Scheibe ist hellNachmittag und Abend
Zunehmender MondWachsend, mehr als die HälfteNachmittag bis in die Nacht
VollmondDie sichtbare Seite ist fast ganz hellUngefähr von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Abnehmender MondAbnehmend, mehr als die HälfteSpäte Nacht und Morgen
Letztes ViertelEtwa die Hälfte der sichtbaren Scheibe ist hellSpäte Nacht und Morgen
Abnehmende SichelAbnehmend, weniger als die HälfteVor Sonnenaufgang

Das sind grobe Zeitfenster, keine genauen Auf- und Untergangszeiten. Breitengrad, Datum und lokaler Horizont verändern die Details. Von einem Neumond bis zum nächsten vergehen etwa 29,5 Tage.

Warum Mondphasen nicht durch den Erdschatten entstehen

Bei einer normalen Mondsichel sehen wir einen Teil der unbeleuchteten Nachtseite des Mondes. Der Erdschatten spielt nur bei einer Mondfinsternis eine Rolle, also bei einem anderen Ereignis. Eine solche Finsternis tritt nicht bei jedem Vollmond auf, weil die Mondbahn gegenüber der Erdbahn um die Sonne geneigt ist.

Im ersten Viertel erscheint der Mond halb beleuchtet. „Viertel“ bezeichnet den Anteil des Mondzyklus, der seit Neumond vergangen ist, nicht den beleuchteten Anteil der Scheibe.

Zunehmend bedeutet, dass der beleuchtete Anteil wächst; abnehmend, dass er kleiner wird. Verlassen Sie sich nicht auf „rechts ist hell“ als weltweite Regel. Die Ausrichtung des Mondes hängt von Ihrer Hemisphäre und seiner Stellung am Himmel ab.

Vollmond ist hell, Teilphasen zeigen mehr Schatten

Mit Fernglas oder kleinem Teleskop lohnt sich besonders der Terminator, die Grenze zwischen Mondtag und Mondnacht. Flach einfallendes Sonnenlicht wirft lange Schatten an Kraterwänden und Bergen und lässt die Oberflächenformen deutlicher hervortreten.

Nahe am Vollmond fällt das Sonnenlicht in der Mitte der Mondscheibe steiler ein. Viele Schatten werden kürzer, sodass die Landschaft flacher wirkt. Dafür zeigt der Vollmond andere Details besonders gut, etwa die hellen Strahlensysteme mancher Einschlagkrater.

Achten Sie auf einen stabilen Blick und verwenden Sie eine mäßige Vergrößerung. Suchen Sie niemals in Sonnennähe nach einer dünnen Mondsichel. Schon ein leicht zu beobachtender Mond im ersten Viertel am Abend zeigt zahlreiche Details.

Warum der Mond manchmal am Tag zu sehen ist

Während eines großen Teils seiner Umlaufbahn steht der Mond deutlich abseits der Sonnenrichtung. Befindet er sich über Ihrem Horizont und ist hell genug vor dem blauen Himmel, können Sie ihn auch am Tag sehen. Ein Mond im ersten Viertel am Nachmittag ist ein besonders einfaches Beispiel.

Der Mond zeigt der Erde fast immer dieselbe Seite, weil seine Rotation und sein Umlauf synchronisiert sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Rückseite dauerhaft dunkel ist. Im Lauf eines Monats erhalten beide Seiten Sonnenlicht.

Ein Beobachtungsprojekt für drei Abende

Beobachten Sie den zunehmenden Mond an drei klaren Abenden ungefähr zur gleichen Uhrzeit. Achten Sie darauf, wie sich seine Form und seine Position gegenüber den Sternen verändern. Eine schnelle Skizze genügt; vergleichen Sie die Beobachtungen anschließend miteinander.

Wenn Sie stattdessen schwache Galaxien oder die Milchstraße beobachten möchten, prüfen Sie, wann der Mond unter dem Horizont steht. „Nicht voll“ bedeutet nicht automatisch „dunkler Himmel“. Ein heller zunehmender oder abnehmender Mond kann schwache Strukturen über viele Stunden überstrahlen.

Warum Sie immer dieselbe Seite sehen

Der Mond dreht sich in nahezu genau derselben Zeit einmal um die eigene Achse, die er für einen Umlauf um die Erde benötigt. Fachleute nennen das gebundene oder synchrone Rotation. Weil beide Perioden übereinstimmen, ist von der Erde aus stets dieselbe Mondhälfte zu sehen.

Diese Mondhälfte ist nicht dauerhaft dunkel. Die NASA weist darauf hin, dass sich der Mond während eines Umlaufs genau einmal um die eigene Achse dreht. Deshalb sehen wir von der Erde aus immer dieselbe Seite. Die Rückseite erlebt ebenso Tag und Nacht, im selben rund 29,5-tägigen Beleuchtungszyklus wie die Vorderseite.

Zwei unterschiedliche Zeiträume beschreiben diesen Zyklus. Eine vollständige Drehung relativ zu den fernen Sternen dauert etwa 27,3 Tage. Von Neumond zu Neumond vergehen dagegen rund 29,5 Tage. In dieser Zeit ist auch die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne weitergezogen, sodass die gleiche Stellung zur Sonne erst etwas später wieder erreicht wird.

Der Gleichlauf von Rotation und Umlauf ist das Ergebnis der Gezeitenentwicklung, keine allgemeine Naturvorgabe. Viele große Monde im Sonnensystem sind auf ähnliche Weise an ihre Planeten gebunden.

Ungefähre Auf- und Untergangszeiten nach Phase

PhaseTypischer MondaufgangTypischer Monduntergang
NeumondEtwa bei SonnenaufgangEtwa bei Sonnenuntergang
Erstes ViertelEtwa mittagsEtwa um Mitternacht
VollmondEtwa bei SonnenuntergangEtwa bei Sonnenaufgang
Letztes ViertelEtwa um MitternachtEtwa mittags

Die NASA beschreibt diese Angaben als grobe Richtwerte, nicht als feste Uhrzeiten. Breitengrad, Datum und Sommerzeit können die Zeiten jeweils um eine Stunde oder mehr verschieben.

Der Mond im ersten Viertel ist oft schon am Nachmittag sichtbar, lange vor Sonnenuntergang. Ein Mond im letzten Viertel lohnt sich für Frühaufsteher und steht nach der Morgendämmerung noch am westlichen Himmel.

Nutzen Sie die Tabelle als grobe Planungshilfe, nicht als genaue Angabe für heute Abend. Die tatsächlichen Zeiten für Ihren Standort finden Sie in SkyLumi oder in einer lokalen Tabelle für Mondauf- und -untergang.

Die besten Nächte für einen dunklen Himmel

Ein heller Mond überstrahlt schwache Sterne und die Milchstraße. Wenn Sie möglichst dunklen Himmel möchten, sollten Sie Ihre Beobachtung nach dem Mondstand planen und nicht nur nach dem Kalenderdatum.

Die NASA nennt die zwei Wochen rund um Neumond als besonders günstiges Zeitfenster für dunklen Himmel. In dieser Phase ist der Mond entweder die ganze Nacht nicht am Himmel, geht bald nach Sonnenuntergang unter oder steigt erst kurz vor der Morgendämmerung auf.

Nahe am Vollmond bleibt der Himmel über weite Teile der Nacht aufgehellt. Für die Beobachtung des Mondes selbst ist das kein Problem; für schwache Galaxien oder Nebel dagegen schon.

Prüfen Sie vor einer Fahrt zu einem dunklen Beobachtungsort die aktuelle Mondphase in SkyLumi. Ein Mond im Viertel, der am frühen Abend untergeht, kann Ihnen anschließend noch mehrere dunkle Stunden bis zur Morgendämmerung lassen.

Warum der Mond am Horizont größer wirkt

Ein aufgehender Vollmond kann riesig wirken und scheinbar schrumpfen, während er höher steigt. Die NASA erklärt, dass dies ein Wahrnehmungseffekt ist und nicht daran liegt, dass sich die Größe des Mondes verändert.

Fotos zu beiden Zeitpunkten zeigen denselben Winkeldurchmesser. Der Mond ist am Horizont nicht näher; tatsächlich ist er dort sogar etwas weiter von Ihnen entfernt, weil sich ungefähr ein zusätzlicher Erdradius zwischen Beobachter und Mond befindet.

Die NASA weist darauf hin, dass es trotz jahrtausendelanger Beobachtung noch keine abschließend geklärte Erklärung gibt. Eine der führenden Hypothesen betrifft die Entfernungsschätzung des Gehirns: Bäume, Gebäude oder Hügel am Horizont können dazu führen, dass wir die Größe des Mondes falsch einschätzen.

Diese Erklärung hat jedoch eine Schwäche: Auch Astronautinnen und Astronauten im Orbit berichten von derselben Täuschung, obwohl dort weder Horizont noch Vordergrundobjekte im Blick sind. Sie können den Effekt selbst testen. Halten Sie eine Münze am ausgestreckten Arm neben den scheinbar „riesigen“ Mond am Horizont und wiederholen Sie den Vergleich später, wenn der Mond höher steht. Die gemessene Größe bleibt gleich.

Quellen und Bildnachweise

Für Einsteiger anhand der oben genannten Quellen verfasst. Wie wir für die Sky Library recherchieren und Korrekturen vornehmen. Fehler gefunden? Sagen Sie uns Bescheid.

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